Wein- und Steinlehrpfad St. Martin
Weinbau mit Bodenhaftung
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St. Martin, wenige Kilometer nördlich von Edenkoben am Osthang der Haardt gelegen, gehört zur Verbandsgemeinde Maikammer. Der knapp 2.000 Einwohner zählende Ort wurde im Jahr 1149 erstmals urkundlich erwähnt, existierte aber vermutlich schon seit der fränkischen Landnahme im 7./8. Jahrhundert. Reste eines römischen Altars deuten auf eine noch ältere Besiedlung durch die Römer hin. Bereits im 14. Jahrhundert war der heutige Luftkurort für gesunde Luft und gutes Wasser bekannt und lange Zeit ein beliebter Wohnsitz adeliger Familien, wie gut erhaltene Adelssitze aus Mittelalter, Renaissance und Barock bezeugen. Der historische Ortskern mit vielen Fachwerkhäusern steht seit 1981 unter Denkmalschutz.
Seit Jahrhunderten spielt der Weinbau in St. Martin eine bedeutende Rolle. Bis zum zweiten Weltkrieg waren rund 80 Prozent der Erwerbstätigen im Weinbau tätig. Heute zählt der Ort noch knapp 100 Weinbaubetriebe, davon sind gut ein Drittel Vollerwerbswinzer. Die Rebfläche von ca. 169 Hektar verteilt sich auf die beiden Einzellagen Baron und Kirchberg (die zu 9/10 zur Gemeinde Edenkoben gehört). Beide Lagen sind der Großlage Ludwigshöhe (Bereich Südliche Weinstraße) zugeordnet.
Der
Wein-
und Steinlehrpfad St. Martin entstand auf Initiative des örtlichen
Weinbauvereins in Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Landesamt für
Geologie und Bergbau und wurde am 3. Juni 2005 eröffnet. Auf
einer Länge von 1,5 Kilometern führt er auf dem Burgweg vom Bildhäusel,
einer kleinen Flurkapelle, vorbei an der restaurierten Haardt-Madonna bis
zu einem Aussichtspunkt leicht oberhalb des Ortes. Neben verschiedenen Infotafeln
zum Thema Weinbau und Boden werden am Wegesrand 20 Rebsorten vorgestellt,
von denen jeder ein Stein bzw. Mineral zugeordnet ist. Leider ist das Prinzip
der Zuordnung nicht einheitlich und damit auch nicht immer nachvollziehbar.
Trotzdem ein spannender und sehr liebevoll gestalteter Lehrpfad, der - wie
der Ort selbst - einen Besuch lohnt.
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