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Rebenlehrpfad Geilweilerhof

Rebenzüchtung zum Anfassen

Blick auf Siebeldingen
> Zum virtuellen Rundgang

> Daten und Infos

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Der alte Weinort Siebeldingen, ca. fünf Kilometer nordwestlich von Landau auf einer Anhöhe im Queichtal gelegen, wird im Jahre 772 erstmals in einer Urkunde des Klosters Lorsch erwähnt. Der Name des Ortes soll auf eine Sippe namens Sibold zurückgehen, die sich zur Zeit der Völkerwanderung hier niederließ. Der kleine Fluß Queich, der den Ort durchfließt, bildete bis zum zweiten Pariser Frieden 1815 die nördliche Grenze des Elsass.

Siebeldingen hat als Weinort nicht nur eine lange Geschichte, sondern steht auch für Qualität. Das hier beheimatete Weingut Ökonomierat Rebholz zählt zu den besten in ganz Deutschland. Rund 120 Hektar umfasst die Siebeldinger Rebfläche insgesamt. Die drei Einzellagen - Im Sonnenschein, Mönchspfad und Rosenberg - gehören zur Großlage Königsgarten (Bereich Südliche Weinstraße). Spitzenlage ist die Lage Im Sonnnenschein, die eine reine Südausrichtung aufweist. Je nach Bodenbeschaffenheit werden sowohl Burgunderreben als auch Rieslinge angebaut. Eine Besonderheit Siebeldingens ist der Geilweilerhof, in dem sich seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Institut für Rebenzüchtung befindet.

Zum virtuellen RundgangAuf dem ca. 30 Hektar großen Versuchsgelände des Geilweilerhofs, das gleichzeitig die Lage Mönchspfad bildet, informiert der Rebenlehrpfad Geilweilerhof über die Aufgaben und laufenden Arbeiten des Instituts. Elf große Schautafeln und sechs weitere Info-Bereiche mit kleineren Tafeln stehen entlang des rund 2,5 Kilometer langen Wegs. Beeindruckend ist die über 3.000 Rebsorten umfassende Genbank des Instituts sowie die Sortimente alter Landsorten und internationaler Rebsorten, die hier ebenfalls zu Versuchszwecken angebaut werden. Ein außergewöhnlicher Lehrpfad mit vielen interessanten Informationen (öffentliche Führungen im Sommerhalbjahr jeweils am ersten Mittwoch des Monats um 15 Uhr).

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Überblick: Rebenlehrpfad Geilweilerhof
Start-/Endpunkt  Start: Institutsgebäude, Ende: im Gelände
(ca. 250 Meter vom Startpunkt entfernt)
Anfahrt  Mit dem Auto: Von der A65 Ausfahrt Landau Nord über die B10 und L511 bis Siebeldingen; auf der L508 den Ort nach Norden in Richtung Frankweiler verlassen, nach ca. 500 Metern ereicht man die Einfahrt zum Geilweilerhof. Parken auf dem Besucherparkplatz neben dem Hauptgebäude.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:Bus 523 von Landau Hbf Richtung Siebeldingen Bahnhof bis Siebeldingen, Waage, von dort ca. 1 Kilometer Fußweg.
Länge und Dauer   2,3 km; ca. 1,5 Stunden
Beschaffenheit  z.T. unbefestigte Wege
Markierung  gelbes Schild mit roter Schrift "Rebenlehrpfad"; da der Wegverlauf nicht immer eindeutig ist, sollte man sich unbedingt das Infoblatt am Hauptgebäude holen
Themen-Schwerpunkte Biologie der Rebe, Rebzüchtung, Rebsorten
Rastplätze Bänke und Tisch bei der Tafel H (der weiße Heunisch)
Einkehrmöglichkeiten  im Ort
Fazit +
+
+
-
vielfältige, interessante Informationen
detaillierter Flyer
Weinverkauf am Institut
mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so gut zu erreichen
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Geburtsstätte der Reben: der Geilweilerhof

Geilweilerhof

Der Geilweilerhof wurde im Jahr 600 als fränkische Siedlung erstmals erwähnt. Seit 1184 befand er sich im Besitz des Zisterzienserklosters Eußerthal. 1648  wurde der Geilweilerhof im Westfälischen Frieden dem pfälzischen Kurfürsten zugesprochen.

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde der Geilweilerhof dann in den 20er-Jahren unter Peter Morio zu einer Stätte der Rebenzüchtung. Seit 2008 gehört er zum Julius-Kühn-Institut, dem Bundesforschungsintitut für Kulturpflanzen. Zu seinen Aufgaben zählt die Züchtung neuer Rebsorten mit Resistenz gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren.

Das Institut für Rebenzüchtung unterhält eine eigene Gen-Datenbank und verfügt über das größte Sortiment von Rebsorten in Deutschland.

Zur Homepage des Instituts für Rebenzüchtung

Offen für alle:
Simultankirche St. Quintinus

Simultankirche

Bereits seit 1689 wird St. Quintinus, deren Turm aus dem Jahr 1309 stammt, als Simultankirche genutzt. Nachdem die Gemeinde 1556 mit der Kurpfalz protestantisch geworden war, erhielten nun die Katholiken Chorraum und Turm, den Reformierten wurde das Langhaus zugesprochen.

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