Wein-Kultur-Weg Sommerhausen
Weinwandern im Zeichen der Schnecke
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Rund 15 Kilometer südöstlich von Würzburg liegt die Marktgemeinde Sommerhausen am Ufer des Mains. Der kleine unterfränkische Ort war schon im Mittelalter eine bedeutende Gemeinde. Gegenüber am anderen Mainufer liegt das Pendant Winterhausen. Beide Namen gehen auf die Geburtstage der Namenspatronen der jeweiligen Kirchen zurück: Der Sommerhäuser Bartholomäus war im Sommer geboren, der Winterhäuser Nikolaus im Winter. In alter Zeit war Sommerhausen auch als Ahausen bekannt - abgeleitet von Aquahausen als Verweis auf den Main als Lebensader. Beeindruckend sind noch heute die vollständig erhaltene Dorfmauer und das romantische Ortsbild.
Weinbau ist in Sommerhausen schon seit dem 12. Jahrhundert dokumentiert. Seine größte Ausdehnung erreichte der Weinbau im 16. Jahrhundert. Nachdem er Weinbau nach dem zweiten Weltkrieg fast ganz zum Erliegen gekommen war, bekam er durch Flurbereinigung und Anpflanzung standortgerechter Rebsorten neue Impulse. Heute gehören noch rund 100 Hektar Rebfläche zur Gemarkung, verteilt auf die zwei Einzellagen Steinbach und Reifenstein. Sie zählen zur Großlage Ölspiel, Bereich Maindreieck. Neben zahlreichen Weingütern ist seit mehr als 50 Jahren mit der Rebschule Steinmann auch einer der größten Rebveredelungsbetriebe Deutschlands in Sommerhausen ansässig.
Der
19xx vom Obst-, Wein- und Gartenbauverein eingerichtete Sommerhäuser
Wein-Kultur-Weg beginnt am Rathaus und führt über insgesamt
gut drei Kilometer durch die Weinberge. 13 großformatige Tafeln informieren
über die Geschichte und Kultur von Sommerhausen und den Weinanbau. Highlight
ist ein Rebsorten-Lehrpfad, der neben regionaltypischen Keltertrauben auch
einige Tafeltrauben und Unterlagsreben vorstellt. Insgesamt ein sehr schöner
Spaziergang mit herrlichen Ausblicken auf das Maintal. Wer will, kann den
Wein-Kultur-Weg erweitern und auf dem sechs Kilometer langen ausgeschilderten
Weinbergsweg weiter durch die Weinberge wandern.
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